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Reconnection® | Reconnective Healing®

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Geschichte der "The Reconnection®"

Begründer Eric Pearl, mit Firmensitz in Los Angeles,
stösst weltweit auf grosses Interesse bei Top-Medizinern
und Forschern. Darunter befindet sich eins der führenden Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten:
ein Level 1 Trauma Institut- ein Zentrum für Wirbelsäulenverletzungen mit integrierter Universität für Medizin.

Vor  der plötzlichen Erscheinung seiner nicht-traditionellen Heilfähigkeiten  führte Eric 12 Jahre lang eine äusserst erfolgreiche Praxis für  Chiropraktik. Im August 1993 stellte er fest, dass er ein ungewöhnliches  „Geschenk“ erhalten hatte. Nach zwölfjähriger, traditioneller  Chiropraktikarbeit wurde er plötzlich zu einem anderen Heilmedium: ein  Kanal, durch den Heilenergie fliesst.
Während der 80er und 90er Jahre  führte Eric, der seinen Abschluss als Doktor der Chiropraktik vom  Cleveland College für Chiropraktik in Los Angeles erhielt, eines der  grössten chiropraktischen Zentren in der Umgebung von L.A. Er wurde oft  als „Chiropraktiker der Stars“ bezeichnet und machte sich einen Namen  als sehr erfolgreicher und beliebter Doktor. Dank Einflüssen von  Meistern wie Dr. Virgil Chrane und Dr. Carl Cleveland, Sr., wurde Eric  Pearl zu einen der wenigen Anwendern, die nebst der klassischen  Chiropraktik reine, originale und in Vergessenheit geratene  chiropraktische Techniken miteinbezogen.

Patienten (und  Ärzte!) wurden, sowohl in informellen wie auch klinischen Umgebungen  Zeugen der Ergebnisse dieser Heilungen, welche allein dadurch passieren,  dass Eric seine Hände in die Nähe seiner Patienten hält.
Warum ich?

Wenn  ich auf einer Wolke sitzend und den Planeten nach genau dem Menschen  absuchen würde, dem ich eines der seltensten und begehrtesten Geschenke  des Universums überreichen könnte, dann weiss ich nicht, ob ich durch  den Äther hindurch gereicht hätte und mit meinem Finger durch die  riesige Vielzahl von Menschen – den Schafhirten, den Ladenbesitzern, den  gerechten und selbstgerechten - hindurch auf jemanden gedeutet und  gesagt hätte: “Er! Das ist derjenige. Gib ihm dieses Geschenk.“

Nun,  vielleicht hat es sich nicht unbedingt genau auf diese Weise  zugetragen, doch so fühlt es sich für mich an. Ausser, wenn jemand eine  völlig andere und plausible Erklärung dafür liefert. „Ach, nein“, könnte  eine gutgesinnte Person ausrufen, skeptisch aufgrund meines fehlenden  Verständnis über die Funktionsweise des Universums, „du hast dies  bestimmt bereits in deinen vergangenen Leben gemacht.“ Was mich  allerdings wundert: wie kommt es, dass manche so sehr in meine  vergangenen Leben eingeweiht sind, wenn ich immer noch versuche, mein  jetziges zu verstehen?

Lass uns für einen Moment realistisch  sein. Ich habe zwölf Jahre damit verbracht, eine der grössten - wenn  nicht sogar die grösste - chiropraktischen Praxen in Los Angeles  aufzubauen. Ich war im Besitz von drei Häusern, einem Mercedes, zwei  Hunden und zwei Katzen. Es wäre alles perfekt gewesen, wenn ich nur mein  Geld und meinen Alkoholkonsum nicht so sehr missbraucht hätte, dass  meine sechsjährige Beziehung ein Ende fand. Wegen diesem Ereignis war  ich drei Tage lang sozusagen unfähig, einen Fuss vor den anderen zu  setzen. Prozac hat mir geholfen. Es half mir sehr.

Sechs Monate  später habe ich zusammen mit meiner Assistentin Venice Beach, California  besucht, wo ich veranlasst wurde, am Strand meine Karten legen zu  lassen. „Ich will nicht, dass mir irgendeine Kartenlegerin am Strand  meine Karten legt“, erwiderte ich bestimmt. Wenn eine Kartenleserin so  wundervoll wäre, dann würden sie die Leute aufsuchen; sie würde keinen  Kartentisch, ein Tischtuch und sonstige Ausrüstung an einen überfüllten  Strandsteg schleppen, wo sie ahnungslosen Touristen die Zukunft  voraussagen konnte und erwartete, für diesen Dienst bezahlt zu werden.

“Ich  habe sie an einem Fest kennen gelernt und ihr gesagt, dass wir hier  sein würden. Es würde mich sehr in Verlegenheit bringen, wenn du dir  nicht die Karten legen lässt”, antwortete sie unverzüglich und fügte  hinzu, dass diese Frau sowohl Lesungen für $10 wie auch $20 Dollars  anbiete. Der Augenkontakt mit meiner Assistentin reichte aus, um  einzusehen, dass es sinnlos war, sich weiter gegen sie zu widersetzen.  „In Ordnung“, murmelte ich und griff mit dem Wissen, dass es die Hälfte  des Betrags war, die uns für das Mittagessen zur Verfügung standen, nach  einem Zehn-Dollar-Schein. Ich marschierte zu der Frau, setzte mich in  ihren Klappstuhl und gab ihr zehn Dollar, wobei ich darüber nachdachte,  wie hungrig ich jetzt schon war.

Im Austausch für mein Geld  erhielt ich eine sehr nette, wenn gleich nicht weiter bemerkenswerte  Deutung der Gegenwart und amüsierte mich, von dieser entzückenden  jüdischen Zigeunerin „Bubelah“ genannt zu werden. Beinahe als hätte sie  es vergessen, sagte sie zu mir: „Es gibt da eine ganz spezielle Arbeit,  die ich durch den Gebrauch axiatonaler Linien verrichte. Es verbindet  die Meridianlinien des Körpers mit den Gitternetzlinien des Planeten,  das uns mit den Sternen und den anderen Planeten verbindet.“ Sie meinte,  dass sie diese Arbeit machen könne und dass dies etwas sei, was ich als  Heiler brauche. Sie sagte auch, dass ich es in einem Buch namens „Das  Buch des Wissens: Sie Schlüssel des Enoch“ nachlesen könne. Dies alles  hörte sich ziemlich interessant an und so stelle ich die Frage: „Wie  viel kostet es?“ Sie sagte:“ 333 Dollar.“ Ich sagte: „Nein danke.“

Das  ist genau die Sache, vor der in den Abendnachrichten gewarnt wird. Ich  konnte schon den Ansagetext hören: „Jüdische Zigeunerin nimmt 333 Dollar  von einem ahnungslosen Chiropraktiker.“ Mein Foto mit dem darunter  geschriebenen Wort „Trottel“ flackert über den Bildschirm. “… überzeugt  einen Arzt, ihr zusätzlich ein Leben lang 150 Dollar pro Monat zu  bezahlen, um für seinen Schutz Kerzen anzuzünden…“ Ich fühlte mich  erniedrigt, dass ich dies überhaupt in Erwägung gezogen hatte. Meine  Assistentin und ich verliessen den Strand, um auf eine einfallsreiche  Weise ein 10-Dollar-Mittagessen für zwei zusammenzustellen.

Du  glaubst vielleicht, dies wäre das Ende der Geschichte gewesen, doch der  Verstand arbeitet auf geheimnisvolle Weise. Mir gingen die Worte dieser  Frau nicht mehr aus meinem Kopf. Ich ertappte mich dabei, wie ich die  letzten Minuten einer Mittagspause zum Bodhi Tree Buchladen ging und  versuchte rasch das Kapitel 3.1.7. in: Das Buch des Wissens: Die  Schlüssel des Enoch durchzulesen. Dies war das Kapitel, das den  axiatonalen Linien gewidmet war. Die grösste Lektion dieses Tages war  allerdings: wenn jemals ein Buch geschrieben worden ist, das man nicht  einfach so überfliegen konnte, dann war es mit Sicherheit dieses. Doch  ich hatte genug gelesen. Es verfolgte mich so lange, bis ich aufgab. Ich  warf meine Bedenken über Bord und rief die Frau an.

Die  Behandlung erfolgte an zwei Tagen, mit zwei Tagen Pause dazwischen. Am  ersten Tag gab ich ihr mein Geld, lag auf einen Behandlungstisch und  horchte meinen Gedanken: „Dies ist das Dümmste, was ich je getan habe.  Ich kann es nicht glauben, dass ich einer völlig fremden Person 333  Dollar bezahlte, damit sie mit ihren Fingerspitzen Linien auf meinem  Körper zeichnet.“ Als ich dort lag und daran dachte, welchen guten  Verwendungszweck dieses Geld gehabt haben könnte, überkam mich plötzlich  eine Welle der Erkenntnis und ich hörte mich denken: „Nun, du hast ihr  das Geld bereits gegeben. Du könntest jetzt auch mit dem negativen  Gequatsche aufhören und dich für das öffnen, was immer du hier empfangen  wirst.“ Also lag ich da, ruhig, bereit und offen. Ich erfuhr nichts.  Absolut nichts. Allerdings war ich scheinbar der einzige im Raum, dem  dies bewusst war. Da ich für beide Sitzungen bezahlt hatte, kam ich am  Sonntag für den zweiten Teil zurück. Wie auch immer, während jener Nacht  ereigneten sich die eigenartigsten Dinge. Etwa eine Stunde, nach dem  ich schlafen gegangen war, ging die Lampe neben meinem Bett – die sich  schon seit zehn Jahren besass – von selbst an und ich erwachte mit einem  klaren Gefühl, dass andere Personen in meinem Hause anwesend waren.  Bewaffnet mit einem scharfen Messer und einer Dose Pfefferspray,  durchsuchte ich gemeinsam mit meinem Dobermann das Haus. Doch ich fand  niemanden. Ich legte mich mit dem äusserst unheimlichen Gefühl, dass ich  nicht allein war und dass ich beobachtet wurde, wieder ins Bett.

Meine  zweite Sitzung begann fast gleich wie die erste. Es zeigte sich  allerdings bald, dass es alles andere als das sein würde. Meine Beine  wollten nicht ruhig liegen bleiben. In meinen Beinen war dieses komische  Gefühl, das sich bei manchen alle Jubeljahre mitten in der Nacht  bemerkbar macht. Bald breitete sich dieses Gefühl über meinen ganzen  Körper aus, begleitet von nahezu unerträglicher Kälte. Ich hatte keine  andere Wahl als ruhig auf der Massagebank liegen zu bleiben. So gerne  ich auf und ab gesprungen wäre und diese Empfindungen aus jeder Zelle  meines Körpers herausgeschüttelt hätte, ich wagte nicht, mich zu  bewegen. Warum? Weil ich der Frau 333 Dollar bezahlt hatte und ich jeden  einzelnen Cent herausholen wollte – darum. Bald war die Sitzung zu  Ende. Es war ein erdrückend heisser Tag im August und wir hielten uns in  einem Apartment ohne Klimaanlage auf. Dennoch war mir so kalt, als wäre  ich erfroren; meine Zähne klapperten, während diese Frau sich beeilte,  mich in eine Decke einzuhüllen, unter der ich etwa fünf Minuten lang  liegen blieb, bis sich meine Körpertemperatur wieder normalisiert hatte.

Jetzt  war ich verändert. Ich verstehe nicht, was geschehen war und ich könnte  auch unmöglich versuchen, es zu erklären, doch war ich nicht länger  dieselbe Person wie vor vier Tagen. Ich schleppte mich in mein Auto, das  scheinbar von alleine den Weg nach Hause fand.

Ich erinnere mich  nicht mehr an den Rest dieses Tages. Ich kann dir auch nicht mit  Sicherheit sagen, ob der Rest dieses Tages überhaupt stattgefunden  hatte. Alles, was ich weiss, ist, dass ich am nächsten Morgen wieder an  meinem Arbeitsplatz war. Meine Odyssee hatte begonnen.

Es war zu  meiner Gewohnheit geworden, meine Patienten nach ihrer Behandlung noch  30 bis 60 Sekunden lang mit geschlossenen Augen auf der Liege zu lassen.  Dies gab ihnen Zeit, sich zu entspannen, während die Behandlung  nachwirken konnte. An jenem sonderbaren Montag fragten mich sieben  meiner Patienten – von denen manche schon seit beinahe zwölf Jahren zu  mir kamen und einer, der mich zum ersten Mal aufsuchte -, ob ich rund um  die Liege gegangen wäre, während sie dalagen. Einige fragten, ob noch  jemand anderer in den Raum gekommen wäre, weil sie gefühlt hatten, dass  mehrer Personen um die Massagebank herumstanden oder -gingen. Drei  Patienten sagten, sie hatten das Gefühl, dass Menschen rund um die Liege  gelaufen waren und zwei meiner Patienten vertrauten mir voller  Verlegenheit an, dass es ihnen so schien, als würden Menschen um die  Liege herum fliegen.

Ich war nun schon seit 12 Jahren als  Chiropraktiker tätig und niemand hatte jemals etwas in der Art  geäussert. Nun hatten es sieben Patienten am selben Tag gesagt.  Irgendetwas war hier los! Nebst den Aussagen meiner Patienten, sah ich  mich mit unerwarteten Fragen meiner Angestellten konfrontiert: „Du  siehst so anders aus! Deine Stimme tönt so anders! Was ist am Wochenende  mit dir geschehen?” Ich würde ihre Fragen ganz sicher nicht  beantworten. “Oh, nichts”, antwortete ich und wunderte mich selbst, was  sich während dem Wochenende genau ereignet hatte.

Meine Patienten  berichteten mir, dass sie spürend konnten, wo sich meine Hände  befanden, bevor ich sie berührte. Sie konnten meine Hände spüren, obwohl  sie mehrere cm entfernt von ihren Körpern waren. Es wurde zu einem  Spiel, bei dem ich herausfand, wie genau sie die Position meiner Hände  bestimmen konnten. Doch bald wurde es mehr als ein Spiel, als Leute  anfingen Heilungen zu erfahren. Anfänglich schienen die Heilungen  weniger dramatisch: Schmerzen, Kummer und dergleichen. Wenn die  Patienten wegen der Chiropraktik kamen, richtete ich sie und sagte  ihnen, sie sollten ihre Augen schließen und liegen bleiben, bis ich  ihnen sagen würde, sie sollen ihre Augen wieder öffnen. Während sie ihre  Augen geschlossen hatten, bewegte ich für einen kurzen Augenblick meine  Hände über meinen Patienten. Als sie aufstanden und die Schmerzen  verschwunden waren, fragten sie mich, was ich gemacht hätte. “Nichts.  Und sagen Sie es niemanden”, wurde zu meiner Standartantwort. Diese  Anweisung war in etwa so effizient wie Nancy Reagans  “Sag-einfach-nein”-Einstellung zu Drogen.

Bald suchten mich  Personen von überall her wegen diesen Heilungen auf, doch ich hatte  keine Ahnung, was sich hier abspielte. Natürlich schaute ich regelmässig  bei der Frau vorbei, die mich via der axiatonalen Linien rückverbunden  hatte. “Es muss wohl von etwas kommen, das bereits in dir war.  Vielleicht steht es im Zusammenhang mit der Nahtoderfahrung deiner  Mutter zum Zeitpunkt deiner Geburt”, sagte sie mir und fügte hinzu: “ich  kenne niemanden, der jemals so reagierte. Es ist faszinierend.”  Faszinierend. Scheinbar hiess faszinierend, dass ich auf mich gestellt  war.

Anfangs Oktober stellte ich fest, dass es anfing, sich zu  manifestieren, als ich meine Hände über das schmerzende Knie einer Frau  hielt, die seit ihrer Geburt an einer degenerativen Knochenkrankheit  litt. Nachdem ich meine Hände entfernte, fühlte sich ihr Knie besser an.  Meine Händflächen waren mit winzig kleinen Blasen bedeckt, die nur für  rund drei bis vier Stunden vorhanden waren. Dies ereignete sich mehr als  nur einmal. Jedesmal, wenn sich Blasen bildeten, kamen die Leute von  anderen Büros im Gebäude her gerannt, um sie zu sehen. (Ich hätte  Eintrittsgeld erheben sollen.) Dann passierte es. Meine Handflächen  bluteten. Dies ist kein Scherz. Es strömte kein Blut, wie in alten  Filmen oder im National Enquirer, sondern vielmehr so, als hätte ich  meine Handfläche mit einer Nadel gestochen. Dennoch war es Blut. “Es  handelt sich um eine Einweihung!”, klärten mich einige auf. “Eine  Einweihung in was?”, fragte ich. Und sowieso, woher sollten sie es  wissen? Warum wusste ich es nicht? Wer weiss es denn wirklich?
Eine Frage tat sich auf.

Im  November fand ich mich im Büro eines weltbekannten Mediums wieder.  Ausser Atem, verirrt und (wie üblich) 30 Minuten zu spät, stürmte ich  herein, warf mich aus seinen Sessel und tat so, als würde ich seinen  stechenden Blick nicht wahrnehmen. Du weisst schon, dieser Blick, den  jemand beherrscht, der krankhaft ordnungsbedürfig und immer pünktlich  ist; der Blick, bei dem man sich plötzlich an jede Standpauke erinnert,  die einem je über das Pünktlichsein gehalten wurde und der einen  gleichzeitig an seinem Wert als menschliches Wesen zweifeln lässt. Ich  war mir sicher, dass er in seiner Freiheit den Kongress für die  Wiedereinführung des Wortes Unpünktlichkeit im öffentlichen Schulsystem  drängte. Ich war mir sicher, dass diese Sitzung für mich gelaufen war.

Er  lag seine Karten auf eine sehr nüchterne Weise aus und vermied es, auch  nur eine Spur von Wärme und Mitgefühl zu zeigen. Er schaute sich die  Karten an, schaute mir mit einem leicht fragenden Gesichtsausdruck oder  Vorwurf direkt in die Augen und fragte: “Was machen Sie beruflich?” Ich  weiss nicht, wie du das so siehst, doch bei einem Stundenansatz von $100  dachte ich mir: “Sie sind das Medium. Sagen Sie es mir.” Ich  verzichtete darauf, meine Gedanken auszusprechen. “Ich bin  Chiropraktiker”, sagte ich in sachlicher Manier und achtete darauf, dass  ich nicht zuviel preisgab, was meine Sitzung hätte beeinflussen können.  (Ich habe ihm nicht einmal meinen Nachnamen mitgeteilt, als ich die  Sitzung vereinbarte.) “Oh nein. Es ist viel mehr als das”, sagte er.  “Etwas fliesst durch Ihre Hände und Menschen erhalten dadurch Heilungen.  Sie werden ins Fernsehen kommen”, fuhr er fort “und Menschen werden aus  dem ganzen Lande anreisen, um Sie aufzusuchen.” Dies war das Letzte,  was ich von diesem Mann zu hören erwartet hatte. Dann erzählte er mir,  dass ich Bücher schreiben werde. “Ich möchte Ihnen etwas sagen”,  erwiderte ich mit einem bestimmten Lächeln. “Wenn es etwas gibt, worüber  ich mir ganz sicher bin, dann ist es, dass ich keine Bücher schreiben  werde.”

Bücher haben mich nie interessiert. Zu jenem Zeitpunkt  hatte ich vielleicht gerade einmal zwei Bücher gelesen, wovon ich eines  immer noch am ausmalen war. Doch es standen Veränderungen an in meinem  Leben. Ich wurde von Mediums, Heilern und Channelern aufgesucht. Sie  kamen vom ganzen Lande her, um mir mitzuteilen, dass ihnen während ihren  Meditationen gesagt wurde, dass sie an mir arbeiten sollten – und sie  wiesen jegliche geldliche Entschädigung zurück. Meine Liebesaffäre mit  Alkohol wurde zu einer zwangslosen Freundschaft: ab und an eineinhalb  Gläser Wein zum Abendessen. Niemand war mehr überrascht als ich selber.

Das  Unglaublichste war erst im Gange, sich zu entfalten: Meine Fernsehsucht  kam zu einem abrupten Ende. Sie wurde stattdessen, ich wage es kaum zu  sagen, mit dem Lesen von Büchern ersetzt. Östliche Philosophie, das  Leben nach dem Tod, gechannelte Informationen und sogar UFO Erlebnisse.  Ich sah, hörte und las jedes, überall.

Als ich mich nachts  schlafen legte, vibrierten meine Beine. Meine Hände fühlten sich so an,  als wären sie ständig “eingeschalten”. Die Knochen meines Schädels haben  ebenso vibriert und meine Ohren summten. Später hörte ich Töne und in  seltenen Fällen Klänge, die wie Chorstimmen klangen.

Nun war es  so weit. Ich habe meinen Verstand verloren. Jetzt war ich mir dessen  sicher. Es ist allen bekannt, dass man anfängt Stimmen zu hören, wenn  man seinen Verstand verliert. Meine haben sogar gesungen. Ich hätte  nicht einfach nur ein leises Summen, eine kaum hörbare Sängerin oder  eine kleine Gruppe von Sängern hören können. Nein, ich hörte einen  ganzen Chor.

Und meine Patienten? Sie haben Farben gesehen:  schöne, herrliche Blau-, Grün-, Violett-, Gold- und Weisstöne. Und  obwohl sie diese Farben erkennen konnten, haben sie mir gesagt, dass sie  so etwas noch nie zuvor gesehen hätten. Ihre Schönheit überschreitet  unser Vorstellungsvermögen. Patienten, die in der Fernseh- und  Filmbranche tätig sind erzählen mir, dass diese Farben auf Erden nicht  existieren und mehr noch, dass sie selbt mithilfe all ihrer  Möglichkeiten und Technologien nicht im Stande wären, sie wiederzugeben.

Und  ja, Patienten haben Engel gesehen. Erlebnisse mit Engeln kommen häufig  vor, so dass ich dem Ganzen anfänglich nicht allzu viel Aufmerksamkeit  schenkte, bis die Leute anfingen, die gleichen Erlebnisse zu schildern:  die gleichen Engel, die gleichen Nachrichten, die gleichen Namen. Dabei  handelte es sich nicht um bekannte Engelsnamen wie Michael oder Ariel  und ebenso wenig war es Moses oder Buddha, obwohl viele Personen  berichteten, dass sie Jesus sahen. Es waren Namen wie Parsillia und  George. George erschien Kindern und anderen Personen, die sich nervten  beim Gedanken Engel zu sehen. Es ist so, dass George anfänglich als  kleiner, farbenprächtiger Papagei erscheint und dann, so wie es mir  regelmäßig erklärt wurde, ist er plötzlich kein Papagei mehr, sondern  wird schlicht zu deinem Freund. George erschien Menschen auch später  während stresserfüllten Zeiten.

Die erste Person, der George  erschien, war ein elfjähriges Mädchen namens Jamie. Sie und ihre Mutter  flogen von New Jersey her, weil sie an einer Skoliose litt, die den  Körper dieses äußerst schlauen und sonst attraktiven Mädchens sichtbar  verformte. Als Jamie aus ihrer Sitzung heraus kam, sagte sie zu ihrer  Mutter und mir: “Ich habe nur diesen kleinen, farbenprächtigen Papagei  gesehen. Und er sagte mir, dass er George sei. Und dann war er auf  einmal kein Papagei mehr. Er war nicht einmal mehr eine Lebensform.”  Lebensform: nun das ist ein Wort für eine Elfjährige. “Dann wurde er  schlicht zu meinem Freund.”

Während der nächsten zwei bis drei  Monate berichteten mir andere Patienten von mehreren George  Erscheinungen, obwohl keiner von ihnen über George Bescheid wusste. Denn  wie mit all den Engeln halte ich die Namen und Beschreibungen geheim,  um die Erfahrungen anderer Menschen nicht zu beeinflussen. (Selbst in  diesem Bericht habe ich die Namen von George und Parsillia abgeändert,  um die wahrlich Unschuldigen zu beschützen).

Jamies Wirbelsäule  war nach ihrer dritten Sitzung beinahe, aber nicht vollständig,  begradigt, worauf sie nach New Jersey zurückkehrte. Ich habe mit ihr  seither mehrmals gesprochen. Es scheint ihr gut zu gehen. Und ab und an  hört sie immer noch von George.

Im Gegensatz dazu erscheint  Parsillia nur mit spezifischen Nachrichten. Erstens lässt sie einem oft  wissen, dass man geheilt sein wird. Und im Anschluss erzählt sie einem,  dass man nach erfolgter Heilung ins Fernsehen gehen solle, um das Wort  zu verbreiten. Ich glaube, man könnte sie als unseren Öffentlichkeits-  Engel bezeichnet.

Die erste Person, die Parsillia gesehen hatte,  war eine Frau namens Michele aus Oregon. Michele hatte mich während  einem NBC Interview über einen meiner früheren Talkshow Auftritten  gesehen. Zu jener Zeit wog sie gerade einmal 87 Pfund (40 kg). Sie litt  an einem chronischen Ermüdungssyndrom und hatte zudem eine Fibromyalgie  (Weichteilrheuma). Sie hatte keinen Appetit und allein das Schlucken  bereitete ihr Schmerzen. Sie war nicht im Stande, sich ohne Hilfe von  einem Stuhl zu erheben und ins Badezimmer zu gehen. Um ihre Schmerzen  etwas erträglicher zu machen, musste sie nachts bis zu vier Mal von  ihrem Bett ins Badezimmer getragen und unter die heisse Dusche gestellt  werden. Wenn sie mit ihren Kindern eine Stunde im Auto fuhr, um ihre  Mutter zu besuchen, musste sie im Anschluss drei Tage lang im Bett  ruhen, um die Rückfahrt zu schaffen. Sie war natürlich nicht fähig, eine  Vollzeitstelle anzunehmen. Und ihre sechsjährige Tochter musste das  Abendessen für ihren dreijährigen Bruder zubereiten:  Erdnussbutter-Sandwiches.

Michele hatte, ähnlich wie die meisten  meiner Patienten, noch nie einen Engel gesehen oder Stimmen gehört. Es  dauerte drei Tage, bis sie den Namen des Engels verstehen konnte.  Parsillia sagte ihr, dass sie geheilt sein wird und das Wort darüber via  Fernsehen verbreiten solle. Ungefähr ein Jahr später war sie zusammen  mit mir Gast einer anderen Talkshow. Sie war überglücklich – aber sie  vergoss auch Tränen. Ihr Körpergewicht hatte sich normalisiert, ihr  Aussehen ist gesund, sie hat eine Vollzeitanstellung und treibt  regelmässig Sport. Und ach ja, sie bereitet jeden Abend das Abendessen  für ihre Familie zu. Keine Erdnussbutter-Sandwiches mehr.

Einen  weiteren Besucher, den Patienten sehen, ist ein Mann mit weißem Haar,  einem weißen Schnauz und einem weißen Mantel. Ein andermal erscheint er  in einem Überhang und verdecktem Kopf.

Debbie, eine  südkalifornische Mutter von drei Kindern, war die erste, die diesen  Engel (dessen Namen wir nicht kennen) gesehen hatte. Im März 1995 wurde  sie mit terminalem Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, an dem auch  der Schauspieler Michael Landon gestorben ist. Ihr wurde gesagt, dass  sie wahrscheinlich nur noch zwei Monate lang leben werde. Ihre  Erfahrungen beinhalteten das Verlassen ihres Körpers, das Reisen durch  einen Tunnel, das Sehen von türkisfarbenen und blauen Lichtschimmern und  schlussendlich das umhüllt sein von weißem Licht. Debbie erlebte den  weißhaarigen Mann in beiden Erscheinungsformen. Tränen überkamen sie.  Als nächstes fand sie sich in einem Tunnel wieder, in dem sie durch die  Galaxie reiste. Dabei spürte sie, wie “Dinge” ihren Körper durch ihre  Füße und ihren Kopf verließen.

Nach Debbies zweiter oder dritter  Sitzung war ihr anfänglich inoperabler Tumor 80 Prozent verschwunden.  Ungefähr acht Monate später stuften sie die Ärzte als Kandidatin ein um  die restlichen 20 Prozent operativ zu entfernen. Kurz vor ihrem Op-Datum  kam sie für eine weitere Sitzung vorbei. Eineinhalb Tage später ging  sie mit der Erwartung operiert zu werden ins Krankenhaus. Nach einigen  Tests wurde sie stattdessen allerdings nach Hause geschickt. Angeblich  war ihr Tumor innerhalb der eineinhalb Tage seit unserer Sitzung  vollständig verschwunden. Nichts außer Narbengewebe blieb zurück.

Als  interessante Anmerkung sei gesagt, dass Debbie im November zu einer  weiteren Sitzung zurückkam. Während ihrer Sitzung spürte sie  Wassertropfen, die auf ihre rechte Gesichtsseite tropften. Im Anschluss  erschien erneut der Mann mit dem weißen Haar und Schnauz, dieses Mal mit  seinem langen, weißen Mantel, der hinter ihm vom Winde getragen wurde.  Dann wurde er einfach weggeblasen.

Meine Patienten sehen auch oft  eine Gruppe von Ärzten, die weiße Kittel tragen und zusammengekommen  sind, um die Heilung zu leiten. Sie können in einem Kreis sprechend  gesehen werden, doch sie können dennoch nicht gehört werden. Eine  weitere regelmäßige Erscheinung ist die eines jungen Indianermädchens,  die ein Lederband mit scheinenden, quadratischen Verzierungen auf die  Stirn legt. Sehr oft erscheint auch ein Indianer, der ebenfalls im Raum  steht. (Wir sind uns noch nicht im Klaren darüber, ob er ein Häuptling  oder Schamane ist). Ein weiterer Besucher ist ein sehr großgewachsener,  hübscher Engel, der normalerweise als acht, neun oder zehn Fuß (2,4 bis  3m) groß und riesigen, dicht befederten, weißen Flügeln in überlappenden  Reihen beschrieben wird. Es wird mir berichtet, dass er hinter mir  steht mit seinen Armen um meine Hüften, während er über meine rechte  Schulter schaut und lautlos meine Hände führt. Viele dieser Engel  scheinen ihre eigenen, spezifischen Düfte zu haben: Blumen, Weihrauch  und Kräuter – insbesondere Rosmarie.

Dann kam Jered. Jered war  vier Jahre alt, als ihn seine Mutter das erste Mal zu mir brachte. Er  kam mit Stützen um seine Knie, die ihn nicht mehr aufrecht hielten.  Seine Augen schauten gleichzeitig in zwei verschiedene Richtungen und  konnten nichts fixieren. Er sprach kein Wort mehr und in der Leere war  einzig der endlose Fluss seines Speichels. Jereds Licht war reduziert  auf eine Ausdruckslosigkeit, die nicht annähernd einen Anschein des  wunderbaren Wesens, das einst in ihm lebte, zum Vorschein brachte.

Jered  hatte die Myelinschicht seines Gehirns verloren, an der sich  Nervimpulse entlang bewegen. Er erlitt täglich ungefähr 50 Grand Mal  Anfälle (eine Form eines epileptischen Anfalles). Durch Medikamente  wurden die Anfälle auf ungefähr 16 pro Tag reduziert. Als er  bewegungslos und beinahe ausdruckslos auf der Massagebank lag, erklärte  mir seine Mutter, dass sie während des vergangenen Jahres hilflos der  raschen Verschlechterung seines Zustandes zusehen musste. Zum Zeitpunkt  ihres ersten Besuches fand sie sich nicht mit dem Kind wieder, das sie  einst kannte, sondern mit etwas, das sie einzig als “Amöbe” umschreiben  konnte.

Während Jereds erster Sitzung konnte er die Anwesenheit  meiner Hand, jedes Mal, wenn ich sie seiner linken Kopfseite annährte,  spüren und griff danach. “Schau, er weiß wo Ihre Hand ist. Er greift  danach. Das hat er noch nie gemacht”, hob seine Mutter hoffnungsvoller  Überraschung hervor. “Das ist die Stelle, wo die Myelinschicht fehlt”,  fügte sie hinzu. Jered wurde so aktiv, dass sich seine Mutter gegen Ende  jener Sitzung zu ihm auf die Liege setzen musste, während sie mit einer  sanften Stimme, so wie es nur eine Mutter kann, Kinderlieder sang. Ihr  Lieblingslied war “Twinkle, Twinkle Little Star” (d.Ü. “Leuchte, leuchte  kleiner Stern). Am Tag von Jereds erster Sitzung hörten diese  gewaltigen, körperlichen Anfälle auf. Vollständig.

Während Jereds  zweiter Sitzung griff er nach Türklinken und fing an, sie  herunterzuziehen. Sein Sehvermögen verbesserte sich und er konnte jetzt  Objekte fokussieren. Auf seinem Weg aus unserer Praxis zeigte er auf  einen Blumenstrauß im Empfangsbereich uns sagte mit einem  Lächeln:”Blumen”. Es gab kein trockenes Auge im Zimmer.

An diesem  Abend wurde beobachtet, wie Jered die Buchstaben des Alphabets  gemeinsam mit Vanna White aufsagte, als er Glücksrad schaute. Und bevor  er schlafen ging, schaute dieser einst sprachlose Knirps zu seiner  Mutter hoch und sagte: “Mami, sing für mich.” Fünf Wochen später kehrte  Jered in die Schule zurück. Auf dem Spielplatz. Bälle fangend.

Hat  Jered einen Engel gesehen? Er hat es nie geäußert, doch ich weiß, dass  er einen gesehen hatte. Dieser fuhr ihn eine Stunde lang hin und wieder  zurück von der Sitzung, sass bei ihm auf der Liege, hielt sanft seine  Hände und sang liebevoll “Twinkle, Twinkle Little Star”, so, wie es nur  ein Engel kann.

Es ergab sich, dass ich mich nach Innen wenden  musste, um die meisten meiner Antworten zu finden. Meine zwei  Hauptbedenken waren es, dass ich erstens die Reaktion einer Person nicht  voraussagen und deshalb keine Versprechungen machen konnte und  zweitens, dass ich nicht voraussehbare Energiehochs und –tiefs erlebte,  die zwischen drei Tagen und drei Wochen anhielten.

Ich war schon  immer eine handlungsorientierte Person, die alles erreichen konnte, was  ich mir in meinen Kopf setzte. Während andere eine  “Abwarten-und-Sehen-Haltung” einnahmen, bevorzugte ich es zu dominieren  und den Ausgang einer Situation zu kontrollieren. Hindernisse, die für  andere unüberwindbar schienen, waren für mich nicht vorhanden, so dass  ich stets vorwärts ging und Dinge erledigte. Der ärgerlichste Ausdruck  der Welt für jemanden wie mich war: “Wenn es so bestimmt ist, dann wird  es so sein.” Meant to be, schmeant to be (d.Ü. ein Wortspiel im Sinne  von: Bestimmt sein, das ist lächerlich). Wenn ich möchte, dass etwas  passiert, dann werde ich die nötigen Schritte wagen, dass es passiert  und stellt euch ja nicht in meinen Weg, ihr, die an das Schicksal  glaubt. Stelle dir mein Entsetzen vor, als ich bemerkte, dass ich  zurücktreten und aufhören musste zu dirigieren und einer höheren Macht  die Führung überlassen musste, um diese Heilungen wirklich zu  beschleunigen! “Wer sagt das?”, dachte ich. Ich kann es bestimmt nicht  sein.

Doch so war es. Die Energie wusste nicht nur ohne meine  geringsten Anweisungen, wohin sie fließen und was sie machen musste,  sondern die Reaktion wurde umso stärker, je mehr ich mich aus dem  Geschehen herausnahm. Einige der großartigsten Heilungen passierten, als  ich über meine Einkaufsliste nachdachte. Eine Kühnheit!

Empfange, sende nicht.

“Wer  sagte dies?”, fragte ich während ich das Innere meines Kopfes absuchte,  als ob ich dort tatsächlich etwas sehen könnte. Es handelt sich um die  falsche Person für solche Anweisungen. Mein Ego erholte sich immer noch  von “geh aus dem Weg und lass eine Höhere Macht führen.” Wie werde ich  diese Heilungen an die Leute bringen, wenn ich sie nicht schicke?

Empfange, sende nicht.

“Ich habe dich beim ersten Mal gehört. Beantworte jetzt meine Frage.”, antwortete ich in meinem Kopf.

Stille.

(Stille kann mich manchmal wirklich irritieren).

Ich  ging in den Raum hinein, um meine nächste Patientin zu empfangen. In  der Hoffnung, dass ich ihr kein Unrecht tat und dankbar dafür, dass sie  meine Zweifel und Unsicherheit, die mir durch den Kopf gingen nicht  lesen konnte, fing ich mit meinen geöffneten Handflächen an ihren Füssen  an. Ich empfing von der Patientin durch meine Hände. Ich habe vom  Himmel durch den Scheitel meines Kopfes empfangen. Es war wunderbar, es  war demütigend, es war verwirrend. Ich fühlte mich komisch. Und dann sah  ich, wie die Patientin anfing darauf zu reagieren. Und es fühlte sich  richtig an.

Zu jenem Zeitpunkt nahm ich das Konzept, das ich  umworben, aber nie richtig verstanden hatte, wahrhaftig an: Ich bin  nicht der Heiler, nur Gott ist der Heiler und aus irgendeinem Grund, ob  ich ein Katalysator oder ein Gefährt, ein Verstärker oder Intensiverer  bin, wähle dein eigenes Wort, bin ich in diesen Raum geladen.

Die  Sitzung war fertig. Die Patientin hatte die gleichen, spektakulären  Farben gesehen und die gleichen herrlichen Töne gehört wie die anderen  Patienten. Sie hatte ebenfalls zwei der Engel gesehen, die, wie mir  häufig beschrieben wurde, während des Heilprozesses anwesend seien. Ihr  Problem, eine Mischung aus einem chronischen Ermüdungssyndrom,  Fibromyalgie und Kolitis (chronische Dickdarmentzündung), war nach  dieser Sitzung verschwunden. Obwohl es nicht gerade lebensgefährlich  war, hatte es ihr Leben während den vergangenen acht Jahren regiert. Sie  erhob sich von der Liege und sagte: “Danke!”

Ich antwortete ihr:  “Danken Sie nicht mir. Ich habe es nicht vollbracht.” Sie sagte  “Natürlich waren Sie es”, ohne es zu verstehen. “Es wäre nicht passiert,  wenn Sie Ihre Hände nicht über mich gehalten hätten.”

Ich dachte  “Vielleicht ist dieser Person, die irgendwo da oben auf dieser Wolke  sitzt, doch kein Versehen unterlaufen”. Vielleicht wurde ich für dieses  Geschenk auserwählt, weil ich keine Umhänge und Turbane trage, weil ich  keine Wandteppiche aufhänge und Räuchermischungen verbrenne, weil ich  nicht barfuss umhergehe und mit meinen Stäbchen Dreck aus einer Schüssel  esse. Vielleicht wurde ich auserwählt, weil ich zugänglich bin und auf  eine relativ verständliche Weise spreche. Oder vielleicht passierte es  wegen meiner Fähigkeit, komische Erklärungen zu liefern, die ich selber  erst anfange zu verstehen.

“Es ist so”, erklärte ich während ich  nach einem leicht verständlichen Gleichnis für ein junges Mädchen  suchte, dessen Verständnis der spirituellen Synchronizität darin  bestand, dass Melrose Place sowohl der Straßenname meiner Praxis in L.A.  als auch der Name ihrer Lieblingsfernsehsendung war. “Es ist so, als  hättest du soeben einen wunderbaren Schoko-Milchshake getrunken…und du  bedankst dich bei dem Strohhalm.”

Sie lachte.

Ich denke, wir haben es beide verstanden.

Eric  Pearl erschien im nationalen Fernsehen in The Leeza Show, Sally Jessy  Raphael, The Other Side und weiteren Fernsehprogrammen. Die Heilungen  seiner Patienten wurden bis dato in sechs Büchern dokumentiert: Hot  Chocolate for the Mystical Soul; Chicken Soup for the Alternatively  Healed Soul; More Hot Chocolate for the Mystical Soul; Hot Chocolate for  the Mystical Teenage Soul; Are You Ready for a Miracle with Angels? Und  Erics eigenem Buch, The Reconnection: Heile Andere, Heile dich selbst :  Heilung durch Rückverbindung.

Eric Pearl


 
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